Viele Anwenderinnen einer Notfallkontrazeption wünschen sich eine sichere Anschlusslösung für ihre Kontrazeption. Eine neue US-amerikanische Studie hat untersucht, wie viele Frauen nach Einnahme der oralen Levonorgestrel-Notfallkontrazeption auch längerfristig beim gleichzeitig eingesetzten Etonogestrel-Implantat bleiben. (Lori M. Gawron et al. One-year continuation of the etonogestrel contraceptive implant initiated with oral emergency contraception. Contraception 2025: im Druck: doi.org/10.1016/j.contraception.2025.110938)

Untersucht wurden 160 Frauen zwischen 18 und 35 Jahren, die sich in vier Familienplanungszentren in Utah bei einem Besuch für eine sofortige Einlage des Implantas nach Einnahme einer oralen Notfallkontrazeption entschieden. Nach einem Jahr waren noch 59,8 % bei dieser Methode geblieben – ein Wert, der im unteren Bereich der bekannten Bandbreite für das ENG-Implantat liegt (57–97 % bei regulärer Einlage).

Zum Vergleich: Bei anderen Langzeitmethoden, die ebenfalls im Rahmen einer Notfallkontrazeption begonnen wurden, lagen die Einjahres-Weiterverwendungsraten bei 62,4 % für das LNG-IUD und 55,8 % für die Kupferspirale.

Hauptgründe für das Entfernen des Implantats waren Blutungsstörungen (51 %), nachvollziehbar, aber auch Stimmungsschwankungen (41 %) und Gewichtszunahme (37 %) – interessant, da eher nicht kausal einem ENG -Implantat zuzuschreiben.

Ihr

Michael Ludwig