In einer retrospektiven Datenbankanalyse von Neu-Anwenderinnen wurde das Thromboserisiko von kombinierten Kontrazeptiva mit jeweils 30 µg Ethinylöstradiol und 150 µg Levonorgestrel gegenüber 2 mg Chlormadinonacetat verglichen. (Pauline De Corte et al. Risk of venous thromboembolism associated with chlormadinone acetate- and levonorgestrel-containing combined oral contraceptives – Insights from the retrospective RIVET-RCS study. Contraception 2025; im Druck: DOI: 10.1016/j.contraception.2025.111251)
In der nicht-adjustierten Analyse war das Thromboserisiko relativ ähnlich (Levonorgestrel vs. Chlormadinonacetat 9.8/10.000 Frauenjahre, 95 % KI 6.36–14.50 vs. 10.38/10.000 Frauenjahre, 95 % KI 7.23–14.44). Nach Adjustierung für den BMI, Dauer der Anwendung und eine Familienanamnese für Thrombosen ergab sich ebenfalls kein signifikanter Nachteil für Chlormadinonacetat (aHR 1,25, 95 % KI 0,72-2,14).
Die Autor:innen diskutieren ihre Daten vorsichtig vor dem Hintergrund, dass es sich um Beobachtungsdaten handelt. Sie sehen andererseits keinen Anhalt für einen Bias bzw. dafür, dass das von Ihnen beschriebene gleichwertige Thromboserisiko so zutrifft. Die Analyse beruhte auf Daten von 31.379 Frauen, 12.710 unter Anwendung von Präparaten mit Chlormadinonacetat und 18.669 unter Anwendung von Präparaten mit Levonorgestrel.
Ihr
Michael Ludwig
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