Wie ist über eine kontrazeptive Methode bei Frauen nach einer Organtransplantation zu entscheiden? Zur Beurteilung dieser Frage wurde ein systematischer Review durchgeführt, betrachtet wurden Frauen mit der Transplantation von Niere, Leber, Herz, Lunge, Pankreas und Darm). (Courtney C. Baker et al. Safety and effectiveness of contraception among women with solid organ transplants: an updated systematic reviewRunning title: Contraceptive Use and Transplantation. Contraception 2025; im Druck: DOI: 10.1016/j.contraception.2025.111205)

26 Artikel fanden mit ihren Daten Eingang in die Publikation.

Unabhängig von der Art der Kontrazeption fand sich keine Einschränkung der kontrazeptiven Sicherheit. Dies galt auch für IUDs bei gleichzeitiger Anwendung einer immunsuppressiven Therapie. Dazu hatten Herr Prof. Römer und ich in einer Publikation im FRAUENARZT bereits vor ein paar Jahren einmal in derselben Weise Stellung bezogen.

Interessant ist zudem die – überschaubare aber relevante – Zusammenstellung von Daten zur Anwendung kombinierter ethinylöstradiolhaltiger Kontrazeptiva nach einer Lebertransplantation. Dies führt in den entsprechenen Studien bei mehrmonatiger Anwendung nicht zu Veränderungen der Leberfunktionswerte.

Soweit es also die überschaubare Datenlage zulässt, besteht kein Anlass dazu, von einer eingeschränkten kontrazeptiven Sicherheit hormoneller Kontrazeptiva inkl. LNG IUDs und von Kupferspiralen nach einer Organtransplantation auszugehen.

Ihr

Michael Ludwig