Nach der Zulassung von Linzagolix (Yselty) zur Behandlung symptomatischer Uterusmyome lagen bislang nur 24-Wochen-Daten aus den PRIMROSE-Studien vor. Eine jetzt vorveröffentlichte Analyse liefert erstmals Langzeitergebnisse über 52 Wochen Therapie sowie eine 12-wöchige Nachbeobachtung nach Absetzen. (Jaques Donnez et al., Linzagolix with and without hormonal add-back therapy for symptomatic uterine fibroids: PRIMROSE 1 & 2 long-term extension and withdrawal study. Fertility & Sterility 2025; im Druck: DOI: 10.1016/j.fertnstert.2025.06.016)
Die Reduktion der Hypermenorrhoe, die nach 24 Wochen dokumentiert wurde, hielt auch nach einem Jahr weitgehend an. Die Responderrate (Blutverlust < 80 ml und > 50 % Reduktion vom Ausgangswert) lag bei 55 % (100 mg Linzagolix), 86 % (100 mg Linzagolix und add-back-Therapie) bzw. bis zu 90 % (200 mg Linzagolix mit und ohne add-back-Therapie). Die add-back-Therapie erfolgte mit 0,5 mg NETA und 1 mg Östradiol. Die Amenorrhoerate war nach 1 Jahr in der 200 mg Gruppe mit add-back-Therapie mit 78 % am höchsten. Die Daten bestätigen auch die kurzfristigeren Ergebnisse der PRIMROSE Studien, dass nämlich die Effektivität der Medikation unter einer add-back-Therapie höher war als ohne.
Nach dem Absetzen hatten im Mittel nach 31 Tagen die amenorrhoischen Patientin wieder eine Menstruation erlebt.
Ihr
Michael Ludwig
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