Es ist eine übliche Empfehlung, bei kardiometabolischen Risiken eher transdermale Präparate im Rahmen der menopausalen Hormontherapie zu bevorzugen. Aber wie groß sind die Unterschiede tatsächlich? Ein systematisches Review mit Meta-Analyse randomisierter Studien vergleicht direkt orale und transdermale Östradiolpräparate bei postmenopausalen Frauen. (Mohamed Doma et al. Efficacy of oral versus transdermal estrogen therapy on cardiovascular and lipid parameters among postmenopausal women: a systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials. Menopause 2026;33:im Druck. DOI: 10.1097/GME.0000000000002637)
Eingeschlossen waren 8 prospektive, randomisierte Studien mit insgesamt 885 Frauen. 51,2 % erhielten orale, 48,8 % transdermale Östrogenpräparate. Das follow up lag bei 6 bis 48 Monaten.
HDL Cholesterin stieg bei oraler Östrogengabe um 3,48 mg/dl (95 % KI 1,54-5,43), ebenso die Triglyzeride (19,82 mg/dl, 95 % KI 6,85-32,78). Es gab keinen signifikanten Unterschied bei Betrachtung von systolischem oder diastolischem Blutdruck, Herzfrequenz, Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin.
Klinische Endpunkte werden in dieser Meta-Analyse nicht betrachtet – es ging ausschließlich um Surrogatparameter. Inwieweit sich also diese moderaten Veränderungen auf klinische Endpunkte auswirken, ist spekulativ. Neu sind diese Ergebnisse tatsächlich auch nicht – sie bestätigen, dass sich durch Studien in den letzten Jahren nichts an diesen Erkenntnissen geändert hat.
Ihr
Michael Ludwig
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