Eine Publikation in der Zeitschrift Fertility & Sterility beschreibt die kombinierte Transposition des Uterus und der Ovarien bei rektalen Karzinomen von Frauen im reproduktiven Lebensalter, um so die Organs aus dem Bestrahlungsfeld nach cranial zu verlagern. (Mancebo Gemma et al. Fertility-sparing program for Young women with Rectal Cancer: Ovarian and Uterine Transposition. Fertility & Sterility 2025; im Druck: DOI 10.1016/j.fertnstert.2025.09.034)
Die Fallserie umfasst 5 Patientinnen von denen bei zwei eine robotisch-assisistierte Transposition des Uterus durchgeführt wurde. Das operative Verfahren wird im Detail in dieser Arbeit nicht beschrieben. An anderer Stelle wird dazu beschrieben, dass der Uterus von seinen Ligamenten mobilisiert wird allerdings nicht von der Zervix bzw. Vagina gelöst wird. Andere wiederum haben 2017 den Uterus komplett amputiert und nach Ende der Bestrahlung reanastomosiert. (Reitan Ribeiro et al. Uterine transposition: technique and a case report. Fertility & Sterility 2017; 108: 320 – 324)
Größere Fallserien zu diesem Verfahren kenne ich nicht, so dass man dieses Vorgehen wohl immer noch als experimentell bezeichnen darf. Es ist allerdings ein sinnvoller Ansatz, das Endometrium vor der Destruktion durch eine Radiatio bei onkologischen Erkrankungen zu schützen.
Ihr
Michael Ludwig
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