Eine interessante Frage hat eine südkoreanische Arbeitsgruppe untersucht: Beeinflusst die Therapie mit Tamoxifen bei Frauen mit Mammakarzinom das Wachstum bestehender Myome? (Dong-Yun Lee et al. Effect of tamoxifen on the size of existing leiomyomas in postmenopausal women with breast cancer. Fertility & Sterility 2025: im Druck: DOI: 10.1016/j.fertnstert.2025.10.008)
Dazu wurden 323 postmenopausale Frauen mit einem Mammakarzinom über 2 Jahre untersucht. 199 hatten Myome von 1 bis unter 3 cm, 84 von 3 bis unter 5 cm und 40 von 5 cm und mehr Durchmesser. In diesem Zeitraum kam es bei 45 % der Frauen zum Wachstum ihrer Myome. Dies war unabhängig von der ursprünglichen Größe der Myome. Die durchschnittliche Größenzunahme betrug 0,8 cm, im Mittel etwa 30 % der ursprünglichen Größe. Betrachtete man die Gesamtkohorte, also auch diejenigen ohne Größenänderung, dann lag die Veränderung des Durchmessers für die drei Größenkategorien bei 0,1 ± 0,6 cm, 0,0 ± 1,0 cm und 0,0 ± 1,4 cm.
Die Größenveränderung war also auch für diejenigen, bei denen überhaupt eine Veränderung eintrat, überschaubar gering – so bewerten es auch die Autor:innen der Studie.
Ihr
Michael Ludwig
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