Eine retrospektive Datenauswertung hat 55 Patientin mit prämaturer Ovarialinsuffizienz beurteilt, die in Wien/ Österreich mit oraler oder transdermaler Östradioltherapie substituiert worden waren. (Klara Beitl et al. Transdermal versus oral hormone therapy in premature ovarian insufficiency. Menopause 2025; im Druck: DOI: 10.1097/GME.0000000000002588)

Der Median des Alters betrug 34 Jahre (IQR 27-36), der Median des BMI 21,8 kg/m2 (IQR 20,4-24,0). 27 Frauen erhielten das Östradiolpräparat transdermal, 28 oral. Die Zuordnung fand im ärztlichen Gespräch mit den Patientinnen statt, es gab an der Klinik keine Festlegung für die Art der Therapie.

Die Auswertung erfolgte mit der Frage, ob die eine oder andere Therapie besser für die Knochengesundheit sei – dem war nicht so. Ein bemerkenswertes anderes Ergebnis ist aber, dass bei Diagnosestellung bereits 65,5 % der Frauen ein auffälliges Ergebnis im DXA-Scan hatten, 49,1 % im Sinne einer Osteopenie, 16,4 % im Sinne einer Osteoporose.

Die Studie unterstreicht insofern zwei wichtige Punkte: 1. Egal wie man substituiert – die Hauptsache ist, dass die Patientinnen die Therapie langfristig nehmen. 2. Die Knochengesundheit ist ein relevanter Punkt für diese Patientinnen und ist häufig – vermutlich durch die späte Diagnosestellung – schon reduziert, wenn eine Therapie begonnen wird.

Ihr

Michael Ludwig