Die Auswertung einer Subgruppe der Seattle Midlife Women’s Health Study zeigt, dass emotionale Symptome prämenstruell stärker auftreten als postmenstruell. Das ist grundsätzlich nicht überraschend und neu. Das relevante Ergebnis dieser Untersuchung war, dass einige dieser Stimmungsschwankungen mit dem Fortschreiten des reproduktiven Alterns in die Perimenopause zunahmen. (Nancy Fugate Woods et al. Effects of menstrual cycle phases and reproductive aging stages on arousal symptoms: observations from the Seattle Midlife Women’s Health Study. Menopause 2025; im Druck: DOI: 10.1097/GME.0000000000002570)

Das ist eine Beobachtung, die wir aus der Sprechstunde kennen. Das vermehrte Auftreten dieser Symptome oder ein ggf. sekundäres PMS, ein PMS erst im Verlauf des Lebens, in diesem Fall jenseits von 40 Jahren, ist meiner Meinung nach ein erstes perimenopausales Symptom. Es kann insofern Zyklusstörungen und vasomotorischen Beschwerden zeitlich deutlich vorangehen.

Ihr

Michael Ludwig