Der Triglycerid-Glukose-Body-Mass-Index (TyG-BMI) wird derzeit als einfacher Surrogatmarker der Insulinresistenz diskutiert und gilt insbesondere bei adipösen Frauen mit PCOS häufig als erhöht. Ein aktuelles Editorial ordnet jedoch eine neue Studie kritisch ein: Bei normalgewichtigen Frauen mit PCOS unterschied sich der TyG-BMI trotz höherer Androgen-, Triglyzerid- und Insulinspiegel nicht signifikant von alters- und BMI-gematchten Kontrollen. (Cecilia Rosenbaum und Blake Evans. Biomarker or Bystander? Considering Triglyceride Glucose-Body Mass Index (TyGBMI) in Patients with Polyendocrine Metabolic Ovarian Syndrome. Fertility & Sterility 2026; im Druck: 10.1016/j.fertnstert.2026.07.001) In multivariaten Analysen war der TyG-BMI nicht mit dem PCOS selbst, sondern vielmehr mit Parametern der metabolischen Dysfunktion und der Insulinresistenz des Fettgewebes assoziiert. Die Autorin und der Autor folgern daher, dass der TyG-BMI wahrscheinlich eher ein Marker der metabolischen Gesundheit als ein spezifischer Biomarker des PCOS oder gar ein Prädiktor reproduktiver Outcomes ist. Aufgrund der kleinen Stichprobe (21 PCOS-Patientinnen und 19 Kontrollen) sowie der Beschränkung auf normalgewichtige Frauen sollten die Ergebnisse allerdings lediglich als hypothesengenerierend angesehen werden. (Dumesic DA, Grogan TR, Song MM, Singhal V. Deconstructing Triglyceride Glucose-Body Mass Index in Normal-Weight Women with Polyendocrine Metabolic Ovarian Syndrome. Fertility and Sterility. 2026, im Druck)

Ihr

Michael Ludwig